5 Tipps für mehr Gelassenheit im Familienalltag

Die Schule ist in allen Bundesländern wieder gestartet und wir finden uns alle ein in einem neuen Alltag, der doch anders ist als noch vor einem halben Jahr. Auch wenn wir uns alle danach gesehnt haben, dass die Kinder wieder mehr soziale Kontakte haben und durch den Schulalltag wieder mehr Struktur in unser Familienleben kommt, so ist der Weg zurück doch stressiger als gedacht. Ich fragte mich in den letzten Tagen, wie ich die vielen Taxifahrten für das Kind, mein Berufsalltag, den Haushalt und alles andere in diesem Tag unter bekommen soll, und wo ich zwischen all dem auch noch Zeit für mich finden kann. Denn auch wenn ich es eigentlich besser wissen müsste, gibt es auch bei mir Tage, an denen ich im Chaos des Alltags untergehen drohe. In solchen Momenten muss ich selbst an das erinnern, was ich meinen Klienten als kleine Alltagshelfer an die Hand gebe. Hier kommen sie, die 5 Tipps für mehr einen entspannten Familienalltag:


Tipp 1: Schreibe ToDo-Listen

Das klingt erst einmal ganz banal aber ist oft so hilfreich. Nimm Dir eine Liste und schreibe all die Dingen auf die an diesem Tag erledigt werden müssen. Ich nehme mir hierzu gerne einen Kalender in A5. Wenn alle Punkte auf der Liste stehen, sortiere die Punkte nach 1. Muss unbedingt heute gemacht werden, 2. Ist wichtig, aber nicht unbedingt heute und 3. Kann warten. Dann beginnst Du ganz klassisch zuerst die wichtigen Punkte abzuarbeiten und wenn dann noch Zeit ist die Punkte der zweiten Kategorie. Eine Idee ist es auch sich direkt Zeitfenster für bestimmte Dinge einzuplanen und mit einem Timer zu arbeiten. Du kannst Dir z.B. ein Zeitfenster von 30 Minuten für die Wäsche einplanen und alles was nach den 30 Minuten nicht geschafft ist, bleibt eben liegen.


Tipp 2: Meditiere

Eine meiner liebsten Yogalehrerinnen sagte mal zu mir: "Meditiere jeden Tag 10 Minuten, außer Du hast keine Zeit, dann meditiere doppelt so lange". Das klingt erst einmal vollkommen absurd ist aber heute wirklich oftmals mein Retter im Alltagschaos. Immer dann, wenn alles zuviel wird hilft es, wenn wir uns hinsetzen, still werden und den Gedanken die Möglichkeit geben sich wieder zu sortieren. Während der Meditation sind wir vollkommen im Hier und Jetzt und danach viel klarer und können strukturierter weiter machen. Oftmals sind wir im Alltag während wir mit einer Sache beschäftigt sind, gedanklich schon längst bei Punkt 3 und 4 auf unserer Liste. Was dann passiert ist, dass wir in keinem Moment des Tages wirklich präsent sind, sondern mit unseren Gedanken immer irgendwo anders. Das erzeugt Stress in uns und lässt uns letztendlich auch nicht zur Ruhe kommen. Wenn wir meditieren unterbrechen wir dieses Gedankenchaos, sind im Hier und Jetzt und bleiben auch danach fokussiert.


Tipp 3: Erledige im Laufen, was Du im Laufen erledigen kannst

Ein Tipp, den ich selbst erst vor kurzem kennengelernt habe und sehr wertvoll finde. Nutze die kleinen Wege und gehe wirklich zu Fuß, statt das Auto zu benutzen. Wenn wir uns bewegen, baut sich das Adrenalin (unser Stresshormon) in uns wieder ab und wir bekommen den Kopf ein bisschen freier. Zudem kannst Du die Laufwege dazu nutzen, um z.B. Sprachnachrichten zu versenden oder ähnliches. In unserem Alltag gibt es immer wieder solch kleine Zeitfenster, die wir für solche Tätigkeiten nutzen können.


Tipp 4: Plane feste Zeiten für Deine Metime ein

Wir planen unseren Alltag komplett durch und vergessen in unseren vollen Terminkalendern völlig uns selbst. Plane in Deinem Kalender täglich ein Zeitfenster nur für Dich ein und überlege Dir was Du Dir in dieser Zeit gutes tun möchtest. Beginne mit einer halben Stunde am Tag und steigere dies gerne. Vielleicht möchtest Du in dieser Zeit einfach nur in Ruhe eine Tasse Kaffee trinken, vielleicht möchtest Du die Zeit für Sport nutzen oder ein paar Seiten zu lesen. Was auch immer es ist, mach es! Nimm Dir Zeit nur für Dich und erlaube Dir, diese Zeit auch zu genießen. Manchmal müssen wir uns selbst ein bisschen überlisten. Wenn diese Zeit fest in Deinem Kalender eingetragen ist, ist daran auch nicht zu rütteln.


Tipp 5: Sei milde mit Dir

Wir wollen alles gut und richtig machen. Wir wollen genug Zeit für unsere Kinder haben. Wir wollen sie in ihrer Entwicklung fördern. Wir wollen für eine gesunde Ernährung sorgen und, und und. Die Liste lässt sich endlos fortführen. Gegen all das ist auch nicht einzuwenden, im Gegenteil aber wir müssen uns erlauben milde mit uns zu sein. Wir müssen uns erlauben auch mal fünfe gerade sein zu lassen. Wenn der Tag randvoll ist mit Terminen und ToDos, dann stört es niemanden, wenn wir mittags kein 5-Gänge Menü zaubern und es stattdessen eben mal Nudeln mit Pesto oder auch mal eine Tiefkühlpizza gibt. Im Zweifel freuen sich Deine Kinder sogar darüber, wenn es statt des gesunden Mittagessens ausnahmsweise mal etwas schnelles gibt. Wir wollen alles immer richtig machen aber manchmal ist es viel sinnvoller milde mit uns zu sein und die Leichtigkeit in unser Leben einzuladen. Wenn der Tag so voll ist, das Du kaum Luft zum Atmen hast dann gibt es eben nicht das perfekte Mittagessen, dann ist das T-Shirt eben nicht gebügelt, oder der Boden nicht gewischt. Letztendlich stört das niemand wirklich und Du nimmst Dir ein wenig Stress raus.


Entspannter Familienalltag gelingt, wenn wir anfangen uns selbst wichtig zu nehmen und aufhören alle Bedürfnisse über unsere eigenen zu stellen. Wir müssen unsere eigenen Akkus regelmäßig auftanken um den Alltagsanforderungen gerecht werden zu können und wirklich gut für unser Kinder da sein zu können. Wir dürfen uns erlauben die Leichtigkeit in unsere Leben einzuladen.

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